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Pe Po

Peer-to-Peer-Netzwerke bzw. Peer-to-Peer-Marktplätze: Im Internet gibt es zwei Arten von
Netzwerken bzw. Marktplätzen. Die am häufigsten anzutreffenden Netzwerke sind „zentral“
organisiert, beispielsweise Google, Facebook, T-Online usw. Ein dezentrales Netzwerk hingegen
besteht ausschließlich aus gleichberechtigten Teilnehmern (Peers) und benötigt keinen zentralen
Server, um zu funktionieren. Der Peer-to-Peer-Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass die
gewünschte Funktionalität durch die Kooperation aller vorhandenen Teilnehmer (Peers) weitgehend
gemeinsam erbracht wird, anstatt wie bisher bei klassischen Internetanwendungen eine strenge
Unterteilung in einen zentralen Dienstgeber (Server) und eine Vielzahl von Dienstnehmern (Clients) zu
haben. Die Grundidee der Kooperation und Selbstorganisation aller Teilnehmer kann genutzt werden,
um mittels Peer-to-Peer-Technologie bestehende Anwendungsszenarien kostengünstiger
umzusetzen. Die notwendige Infrastruktur wird durch die Kooperation aller Marktteilnehmer
gemeinsam bereitgestellt, womit eine Reihe von Vorteilen für die Marktteilnehmer entsteht. So bietet
ein verteilter Marktplatz eine hohe Verfügbarkeit und Robustheit, da die bereitgestellte Infrastruktur
nicht von einzelnen zentralen Komponenten abhängig ist, wie dies bei bisherigen Marktplätzen unter
Aufsicht eines einzelnen Marktplatzbetreibers üblicherweise der Fall ist. Gleichzeitig fallen aufgrund
des fehlenden zentralen Marktplatzbetreibers keine bzw. nur geringe Transaktionskosten für das
Agieren auf dem verteilten Marktplatz an, sodass sich solche Marktplätze auch gut dafür eignen,
kurzlebige oder immaterielle Güter von geringem Wert zu handeln.